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"First Steps in Germany": Öffentliche Filmpremiere in Bad Berleburg

Nach einer intensiven Zeit der Filmkonzeption, Dreharbeiten und schnitttechnischer Optimierung ist unser Informationsfilm für Geflüchtete fertiggestellt und in unseren Einrichtungen im Einsatz! Am 19. Oktober luden wir die Beteiligten und Unterstützer des Projekts ein, um uns zu bedanken - mit einer öffentlichen Filmvorführung in Bad Berleburg.

Im Info-Film geht es um das Asylverfahren, den Alltag in einer Flüchtlingsunterkunft und das Leben in Deutschland. (Fotos (2): Horizont Film)

Der Zuschauer begleitet die Film-Charaktere bei ihren "First Steps in Germany". (Foto: Horizont Film)

Die öffentliche Filmpremiere fand im Capitol Kino Center in Bad Berleburg statt.

Sowohl für die geladenen Gäste als auch für spontane Besucher war der Kino-Eintritt frei.

Unser Küchenteam aus der EAE Bad Berleburg sorgte für ein wunderbares Büfett!

82 interessierte Zuschauer kamen zur Filmvorführung.

Die meisten Szenen des Films waren in Bad Berleburg und Umgebung an Originalschauplätzen gedreht worden. Möglich geworden war das nicht zuletzt dank vielfältiger Unterstützung vor Ort, sei es durch das Erteilen von Drehgenehmigungen, sei es durch fachliche Beratung oder sogar durch das aktive Mitspielen freiwilliger Statisten und Darsteller im Film.

Eine 90-minütige Reise

Umso mehr freut es uns, dass 82 Gäste unserer Einladung in den großen Saal des Capitol Kino Centers folgten, um sich das Ergebnis anzusehen. Denn das gab uns die Möglichkeit, Schauspielern, Mitarbeitern, Helfern und Unterstützern zu Beginn der Filmvorführung noch einmal ausdrücklich Danke zu sagen. Vorab begrüßte Bernd Fuhrmann, Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg, das Premierenpublikum mit herzlichen Eröffnungsworten im Kino. Dann begaben sich die Zuschauer gemeinsam auf eine kleine „Reise“: Unser Info-Film für Geflüchtete trägt den Titel „First Steps in Germany“ (Erste Schritte in Deutschland). Und genau das erlebten die Zuschauer im Kino 90 Minuten lang hautnah mit.

Verständlich für alle Muttersprachen und Kulturen

Einfühlsam erzählt aus der Perspektive der Geflüchteten, greift unser Info-Film typische Erlebnisse der Asylsuchenden nach ihrer Ankunft in einer Flüchtlingsunterkunft auf, von der medizinischen Erstuntersuchung in der Sanitätsstation bis zum Einkauf im Supermarkt und wichtigen Behördenterminen. Aus den Erlebnissen der Protagonisten lässt sich eine Menge lernen – über das Asylverfahren, den Alltag in einer Flüchtlingsunterkunft und das Leben in Deutschland. Das Besondere dabei: Dieses Lernen erfolgt ganz nebenbei und nicht mit erhobenem Zeigefinger. Und es funktioniert vor allem, ohne dass die Zuschauer die im Film gesprochene Sprache verstehen müssen. Denn unser Ziel war es, einen Info-Film zu produzieren, der Zuschauern aller Kulturen und Muttersprachen gleichermaßen verständlich ist.

Reale Themen, intensive Recherchen

Eine weitere Besonderheit: Unser Info-Film lässt sich keinem Filmgenre zuordnen. Er hat dokumentarische Elemente, aber er ist bewusst keine detailgetreue Dokumentation der Abläufe in einer Flüchtlingsunterkunft. Er hat fiktive Elemente und die Charaktere sind frei erfunden, aber er spiegelt trotzdem wichtige Themen wider. Zum Beispiel, welche Behördentermine im Asylverfahren wichtig sind. Oder dass man in Deutschland bedenkenlos das Wasser aus dem Wasserhahn trinken kann. Die Themen, die unser Info-Film behandelt, sind übrigens nicht am Schreibtisch erdacht. Den Dreharbeiten waren umfangreiche Recherchen vorausgegangen. Dazu zählten intensive Gespräche mit den Mitarbeitern und vor allem auch mit den Bewohnern der Unterkünfte für Asylsuchende, in denen die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH tätig ist.

Vertiefende Beratung

Denn genau dort kommt unser Info-Film zum Einsatz. Wir zeigen den Film in den Landesgemeinschaftsunterkünften einmal pro Woche, stets begleitet von Mitarbeitern unseres DRK-Sozialdienstes. So können wir die Themen, die im Film zur Sprache kommen, ganz nach dem Bedarf der Bewohner individuell vertiefen. Unser Film ersetzt keine persönliche Beratung, aber er bietet viele gute Einstiegsmöglichkeiten, um wichtige Themen noch besser zu veranschaulichen und ins Gespräch zu kommen.

Beitrag zu einer gelingenden Integration 

Ins Gespräch kamen wir auch am Abend der öffentlichen Filmpremiere mit dem Publikum in Bad Berleburg. Neben der Ideengeberin und DRK-Projektleiterin des Filmprojektes, Charlotte Füchtmeier, sowie DRK-Pressereferentin Ina Ludwig luden der Regisseur, Ufuk Cam von Horizont Film, sowie Schauspieler und Mitglieder des Produktionsteams die Zuschauer zum Fragenstellen und Diskutieren ein. Heraus kamen ein durchweg positives Fazit und eine sehr schöne Erkenntnis für uns: Unser Info-Film kann auch dazu beitragen, außerhalb der Flüchtlingsunterkünfte ein tieferes Verständnis für die Situation der Asylsuchenden zu wecken. Er funktioniert in beide Richtungen - ganz im Sinne einer gelingenden Integration.

Mehr zum Info-Film können Sie in unserem Info-Flyer nachlesen. 

13. November 2017 09:08 Uhr. Alter: 11 Tage